Katzengras 

01.04.2019

Egal ob Hund oder Katze, bei beiden kommt es vor, dass sie gerne einmal an Grashalmen nagen. Macht es Sinn dem Tier etwas Grünes zur Verfügung zu stellen?

Teil 1: Hauptgrund für die Katze; mit Hund-Anmerkung
Teil 2: zwei kleine extra Gründe für die Katze (& Hund)
Teil 3: Was gibt es zu beachten?
Teil 4: „Grasersatz“

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Teil 1: Hauptgrund für die Katze, mit Hund-Anmerkung

07.04.2019

Unterstützung beim Verdauen/Erbrechen

Katze
Eine Lieblingsbeschäftigung von Katzen ist Fellpflege. Dabei werden mit der Zunge gelöste Haare in den Magen verschluckt. Normalerweise, als noch Maus auf dem Speiseplan gehörte, wäre das kaum ein Problem gewesen, Magen und Magensäure waren darauf ausgelegt Knochen und Fell in gewissen Mengen zu verdauen.
Heutzutage werden jedoch viele Katzen mit Fertigfutter gefüttert und oft als Stubentiger gehalten, aus diesem Grund (verarbeitets Futter, kaum Bewegung) ist der Magen und die dazu gehörige Magensäure etwas „träge“ geworden. Diese Trägheit kann manchmal zu leichten Verstopfungen bis hin zum tödlichen Darmverschluss führen, da der Körper nicht in der Lage ist die Haare auf natürliche Weise, über Kot oder Erbrechen, abzutransportieren.
Aus diesem Grund sucht sich die Katze eine „Erbrech-Unterstützung“, das Gras.
Merkt die Katze, dass ihr ein zu großer Fellballen im Magen liegt, beginnt sie an dem Katzengras zu knabbern, um kurze Zeit darauf Haare samt Gras zu erbrechen.
Es ist also nicht nur ein Marketinggag der Industrie, sondern ein wichtiges Hilfsmittel für Deine Katze.

(Verstopfung wird nicht nur durch zu viel Fell verursacht, auch die Zusammensetzung des Futters und die Flüssigkeitszufuhr spielen eine wichtige Rolle.)

Hund
Auch Hunde, welche sich unwohl fühlen (Übelkeit, Übersäuerung, zu wenig Ballaststoffe im Futter) fressen oftmals Gras (oft eher ein hektisches Fressen). Jedoch erbrechen nicht alle Hunde auf Gras. Ansonsten ist Grasfressen keine bedenkliche Auffälligkeit.   


Teil 2: zwei kleine extra Gründe für die Katze & den Hund 

11.04.2019

Ablenkung von anderen, möglicherweise giftigen, Pflanzen im Haushalt

Gerne schmückt man sein Zuhause mit ein paar schönen Blumen oder Sträuchern, aber leider sind nicht alle ganz so harmlos, wenn das Tier einmal drankommt.
Hat der tierische Begleiter Futterpflanzen zur Verfügung, wird teilweise verhindert, dass die Katze oder der Hund an die giftigen Pflanzen geht.

“Knabberspaß“

Wie zum Beispiel bei unserem Pumpkin, hilft das Gras zum Teil gegen Langeweile. Er schmiegt sich daran, legt sich rein, spielt damit oder kann seine Lust am Knabbern an den Grashalmen auslassen und nicht an Kabeln oder ähnlichem.

Ein Nachteil ist, dass es meistens eine Sauerei macht. Erde, abgebissene Halme oder rausgerissene Grasstücke findet man oft im Radius von einem Meter rund um den Behälter.


Teil 3: Was gibt es zu beachten?

15.04.2019

Nicht jedes Gras ist gleich ein geeignetes Futtergras.

Beispielsweise die herkömmlichen Gräser im Zoofachhandel sind oft sehr scharfkantig und könnten Dein Tier im Maul und Rachen verletzten. Auch (Zwerg-)Zyperngras wird gerne angeboten, weil es etwas fester ist und ein besserer Kaueffekt da ist, aber hier muss man darauf achten die härteren Halme rechtzeitig zu entfernen, diese haben Widerhaken an den Seiten und können Dein Tier ebenfalls verletzen oder gar stecken bleiben.
Weiche junge Halme aus Getreidesamen, wie Weizen, Gerste, Hafer, Hirse und Roggen, eignen sich sehr gut als Katzengras. Da sie weich und saftig sind.

Möchtest Du Dein eigenes Katzengras anbauen, verwende eine unbehandelte Erde, da sonst Dein Tier Dünger o.ä. über die Halme mit aufnimmt.
Entscheidest Du Dich für eine fertig gezogene Pflanze aus dem Laden, wasche sie gründlich ab und halte sie für ca. eine Woche isoliert von Deinem Tier, damit sie mögliche Schadstoffe abbauen kann.
Halte die Pflanze in feuchter Erde, bei viel Licht (nicht direkte Sonneneinstrahlung) und Wärme und natürlich gut erreichbar für Deine Tiere


Teil 4: „Grasersatz“

25.04.2019

Neben den Gräsern aus diversen Getreidesamen eignet sich auch die Golliwoog (Casalis respensa) und Grünlilie als Futterpflanzen für Hunde und Katzen.
Die Grünlilie ist eine luftreinigende Pflanze und sollte deshalb nicht im Raucherhaushalt als Futterpflanze angeboten werden. Sie speichert Giftstoffe aus ihrer Umgebung. Außerdem sind auch ihre Samen leicht giftig für Tiere – rechtzeitig entfernen.

Allgemein das Erbrechen bei der Katze vermeiden:
- Regelmäßige Fellpflege, gerade bei langhaarigen Katzen und beim Fellwechsel
- Ein paar Tropfen Öl/Malz/Butter/“Antihairball-Leckerli ins Futter mischen, damit es hinten besser „flutscht“
(ich persönlich, finde jedoch die zweite Variante nicht so gut, da viele Katzen, gerade Wohnungskatzen, bereits zu Übergewicht tendieren)

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